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FAQs
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um das Thema Zahnimplantate.

Das Implantat ist eine Schraube aus Titan oder Keramik, die im Knochen an Stelle eines fehlenden Zahnes verankert wird. Es ist vergleichbar mit einer künstlichen Zahnwurzel und dient der Verankerung einer Krone oder einer Brücke, die einen oder mehrere Zähne ersetzen.

Implantate ermöglichen einen fixen Zahnersatz und werden dazu verwendet um Kronen, Brücken oder Prothesen zu fixieren und so einen oder mehrere Zähne zu ersetzen.

Ziel von Implantaten ist die Wiederherstellung der Kaufunktion sowie die Erhaltung oder Verbesserung des ästhetischen Erscheinungsbildes.

Festsitzende Kronen oder Brücken, die auf Implantaten verankert sind, gewährleisten normalerweise den Tragekomfort und das Gefühl von natürlichen Zähnen. Muss lediglich ein Zahn durch ein Implantat ersetzt werden, kann man so das Beschleifen der Nachbarzähne verhindern, die als Anker einer Brücke dienen würden.

Nachdem das Implantat in den Knochen eingesetzt wurde, wächst der umgebende Knochen mit der Implantatoberfläche zusammen und verbindet sich mit ihr. Diesen Prozess nennt man Osseointegration. Dies ist wichtig, damit das Implantat in weiterer Folge eine stabile Verankerung für Kronen oder Brücken darstellt.

Am häufigsten werden Implantate aus reinem Titan verwendet. In den letzten Jahren sind auch vermehrt Implantate aus keramischen Materialien (Zirkonoxid) zum Einsatz gekommen, jedoch gibt es noch keine Langzeitstudien über die Haltbarkeit solcher Implantate.

Zahnimplantate werden aus technisch reinem Titan angefertigt. Eine Titan-Allergie ist demnach äußerst unwahrscheinlich. Falls Sie Bedenken haben, kann jedoch auf ein anderes Material zurückgegriffen werden.

Sie können bereits nach der Operation, sofern Sie eine sofortige prothetische Versorgung Ihres Implantates erhalten haben, genauso wie mit Ihrer natürlichen Bezahnung beißen. Provisorien sind so gestaltet, dass sie sowohl zu den benachbarten Zähnen, als auch zur Bezahnung am gegenüberliegenden Kiefer keinen Kontakt haben, sodass das Implantat ungestört einheilen kann.

Nach einer Einheilzeit von mehreren Monaten wird das Provisorium dann durch eine definitive Krone oder Brücke ausgetauscht, welche dann in vollem Kontakt zu den benachbarten Zähnen steht, sodass Ihr ursprünglicher Biss wieder vorhanden ist.

Festsitzende Kronen oder Brücken, die auf Implantaten verankert sind, gewährleisten normalerweise den Tragekomfort und das Gefühl von natürlichen Zähnen und können dementsprechend auch ident genutzt werden.

Osseointegrierte Implantate haben eine hohe Verweildauer. Jüngste Studien besagen, dass 90% der Implantate, die vor 10 Jahren eingesetzt wurden, immer noch funktionsfähig sind. Der Langzeiterfolg von Implantaten hängt größtenteils auch davon ab, wie gut sie gereinigt und gepflegt werden. Es wird eine Kontrolle pro Jahr empfohlen, bei der die Implantate vom Zahnarzt oder einer professionellen Mundhygieneassistentin gereinigt werden. Darüber hinaus ist tägliches Reinigen mit Zahnbürste und Zahnseide unverzichtbar.

Nein. Sie bekommen vor dem Eingriff ein lokal wirksames Anästhetikum (örtliche Betäubung), sodass während der Implantation kein Schmerz zu spüren ist. Eventuell benötigen Sie eine Schmerztablette nach dem Eingriff.

Der operative Eingriff selbst dauert nicht länger als 15 Minuten. Zuvor erhalten Sie eine örtliche Betäubung, um während der Implantation keinen Schmerz zu spüren.

Meistens bedarf es eines größeren Aufwands, Zahnimplantate perfekt zu reinigen als eigene Zähne. Dies ist bedingt durch die Anatomie und oft zusammenhängenden Suprakonstruktionen, die eine Reinigung erschweren. Umso wichtiger ist es, sich das Reinigen der Implantate von geschultem Fachpersonal ausführlich zeigen zu lassen. Es gibt spezielle Produkte für eine optimale Implantatreinigung. Grundsätzlich können Implantate wie die eigenen Zähne gereinigt werden. Aufgrund des ermittelten Risikoprofils werden individuell Intervalle für eine professionelle Mundhygiene im Ausmaß von bis zu viermal jährlich empfohlen.

Genauso wie Rauchen das Risiko einer Parodontitis an natürlichen Zähnen erhöht, so erhöht es auch das Risiko von Komplikationen rund um das Implantat. Es wird daher empfohlen, vor Beginn der Behandlung mit dem Rauchen aufzuhören, um ein besseres Behandlungsergebnis zu gewährleisten.

Gut geeignet sind die meisten Menschen, die entweder gesund sind oder allgemeine Erkrankungen haben, welche unter Kontrolle sind.

Sehr selten wird von einer Implantatversorgung abgeraten. Dies kann entweder bei der Einnahme spezieller Medikamente oder dem Vorliegen bestimmter Grunderkrankungen der Fall sein.

Kieferchirurgische Eingriffe sind während der Schwangerschaft nicht zu empfehlen. Es könnten Komplikationen auftreten, welche die Einnahme von Antibiotika oder entzündungshemmenden Medikamenten erforderlich machen. Der Eingriff wird somit erst nach der Schwangerschaft empfohlen.

Ja! Diabetes ist keine Kontraindikation für eine Implantation. Der Diabetes sollte jedoch vor Behandlungsbeginn gut eingestellt sein. Eventuell müssen Sie im Anschluss an die Operation ein Antibiotikum einnehmen, um Infektionen zu vermeiden.

Für eine einfache Implantation ist das Absetzen der Medikation nicht notwendig. Sollte ein größerer Eingriff geplant sein, würden wir mit Ihrem behandelnden Internisten Kontakt aufnehmen und das Vorgehen besprechen.

Wenn Sie die Bisphosphonate oral einnehmen, können Sie in den meisten Fällen Implantate erhalten. Die genaue Risikoabschätzung bzw. Aufklärung erfolgt in einem ausführlichen Beratungsgespräch.

Intravenöse Bisphosphonate stellen jedoch eine absolute Kontraindikation für jeglichen kieferchirurgischen Eingriff dar.

Ja, es gibt keine Altersbeschränkung für den Zahnersatz durch Implantate.

Implantate sind nur dann sinnvoll, wenn das Gesichtswachstum abgeschlossen ist. Wird ein Zahnimplantat zu früh gesetzt, kann es zu nachteiligen kosmetischen Ergebnissen kommen.

Ja, allerdings muss vor der Implantation eine parodontale Therapie erfolgen, um entzündungsfreie Verhältnisse zu schaffen. Ebenfalls ist die Compliance, also die "Mitarbeit" des Patienten nach der Implantation besonders wichtig. Engmaschige Intervalle bei den Nachuntersuchungen und gute häusliche Mundhygiene, um ein Fortschreiten des Knochenabbaus zu verhindern, sind unerlässlich.

Periimplantäre Erkrankungen werden in periimplantäre Mukositis (hierbei handelt es sich um eine Entzündung des Zahnfleisches - ähnlich der Gingivitis am Zahn) und Periimplantitis, bei der es durch eine unbehandelte Perimukositis bereits zu einem Knochenabbau am Implantat gekommen ist, unterteilt.

Periimplantäre Erkrankungen können je nach Fortschritt der Erkrankung konservativ und/ oder chirurgisch behandelt werden. Der Erfolg der Behandlung periimplantärer Erkrankungen hängt vom Schweregrad der Erkrankung und der Compliance des Patienten ab. Hierbei sind Risikofaktoren wie z. B. schlecht eingestellte/ unbehandelte Diabetes oder Rauchen wesentlich.

Bei einer Sofortimplantation erfolgt die Entfernung des Zahnes und die Implantation während ein- und desselben Behandlungstermins.

Hierbei wird die Krone noch am Tag der Implantation oder bis spätestens 48 Stunden danach auf das Implantat gesetzt.

In den meisten Fällen ist dies möglich - entweder als provisorische Versorgung auf den Implantaten, oder aber als Klebebrücke, welche an den Nachbarzähnen fixiert wird. Alternativ gäbe es noch ein herausnehmbares Provisorium.

Wenn Sie einen oder mehrere Vorderzähne verloren haben, sind Zahnimplantate ein hervorragender Zahnersatz. In den meisten Fällen sehen Kronen auf den Implantaten sehr natürlich aus, wodurch der Wunsch nach einem unveränderten Aussehen realisiert werden kann.

Ihr Umfeld wird normalerweise nicht merken, dass Sie eigentlich durch Implantate gestützte Kronen tragen.

In der Regel benötigen Patienten nicht mehr als eine Schmerztablette und sind rasch wieder fit.

Natürlich kann der Eingriff eine gewisse Belastungssituation darstellen, weshalb die Abholung durch eine Begleitperson empfohlen wird.

  • Rund um das Implantat kann es zum Knochenschwund kommen. Daher sind regelmäßige Kontrollen durch Ihren behandelnden Zahnarzt besonders wichtig, sodass ein ausgedehnter Knochenschwund rasch erkannt und behandelt werden kann.
  • Infektionen rund um das Implantat resultieren hauptsächlich aus einer unzureichenden Mundhygiene. Um Infektionen vorzubeugen, sollten die Implantate regelmäßig professionell gereinigt werden. Zusätzlich ist eine angemessene Mundhygiene zweimal täglich zu empfehlen.
  • Ein Implantat kann aus verschiedenen Gründen verloren gehen. Ursachen hierfür können Infektionen oder fehlende Osseointegration sein. Normalerweise kann das verloren gegangene Implantat durch ein neues ersetzt werden.
  • Die Fraktur (Bruch) eines Implantates kommt nur sehr selten vor. Mögliche Ursachen sind Zähne knirschen oder Fehlbiss.
  • Aufgrund der fehlenden Stoßdämpfung zwischen Implantat und dem Knochen, kommen geringfügige Keramikabsplitterungen häufiger vor als bei überkronten natürlichen Zähnen.

In der Regel gibt es an der Akademie für orale Implantologie folgende postoperative Kontrollen: eine Woche nach der Operation, ein Monat nach der Operation und drei Monate nach der Operation.

Beim letzten Termin erfolgt eine genaue Inspektion Ihres Implantates - sowohl durch Röntgenbilder, als auch durch klinische Inspektion. Sollte bei diesem Termin alles in Ordnung sein, und von einer Einheilung bzw. Osseointegration des Implantates ausgegangen werden können, schicken wir Sie zu Ihrem Zahnarzt, der im Anschluss die Anfertigung der definitiven Krone oder Brücke vornimmt.

Ihr Behandler erhält sämtliche Befunde online oder per Post, wodurch eine bestmögliche Kommunikation angestrebt wird. 

 

 

Wir fertigen vor all unseren chirurgischen Eingriffen eine DVT an, um möglichst detaillierte Informationen über den Bereich der Implantation zu erhalten. Die Aufnahme dauert im Schnitt 2-3 Minuten und wird im Stehen angefertigt.

Wird der Eingriff in lokaler Betäubung durchgeführt, empfehlen wir, davor ausreichend zu essen. Sollte der Eingriff in einer Vollnarkose erfolgen, erhalten Sie vorweg detaillierte Informationen durch unseren Anästhesisten.

Durch die Einnahme einer Single Shot Dosis (= einmalige Einnahme) eines Breitbandantibiotikums kann der optimale Schutz vor Infektionen im Zuge des Eingriffs hergestellt werden.

Wir empfehlen die Abholung durch eine Begleitperson. Sie erhalten eine Lokalanästhesie, wonach die Fahrt mit dem Auto verboten ist. Möglicherweise stellt der Eingriff eine Belastungssituation für Sie dar, nach der die Betreuung durch Ihre persönliche Ansprechperson sicher von Vorteil ist.